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Die Vorsitzenden der SPD Dinkelsbühl:
1908-10: August Breitinger
1910-11: Fritz Weidner
1911-13: Georg Fischer
1913-19(?): Leonhard Müller
1919(?)-33(?): Karl Ries
1933-45: "3. Reich" - SPD verboten
1945-48: Fritz Schmidt
1948-54: Peter Beck
1954-64(?): Peter Grimm
1964(?)-72: Werner Schuster
1972-76: Brigitte Rechenberg
1976-80: Ludwig Kemeth
1980-90: Thomas Sandfuchs
1990-94: Hans Unger
1994-2000: Paul Beitzer
2000-2004: Peter Kreutz
2004-heute: Bernd Lober
5.4.1908
Gründung der "Sektion Dinkelsbühl" der SPD
unter dem Namen "Sozialdemokratischer Verein"; erster
Vorsitzender ist der Maurer August Breitinger aus Schopfloch,
Kassier der Pinselmacher Georg Fischer und Schriftführer
der Drechsler Karl Ries, beide aus Dinkelsbühl

August Breitinger, der erste Vorsitzende der
SPD Dinkelsbühl
3.5.1908
erste Parteiversammlung, gleichzeitig Beginn der Führung
des bis heute erhaltenen Protokollbuchs
1908
Gemeindewahlen noch ohne Beteiligung des neu gegründeten
SPD-Ortsvereins
4.12.1910
neuer Vorsitzender: Fritz Weidner, Dinkelsbühl
5.2.1911
Fritz Weidner muss sein Amt wieder niederlegen, weil er dadurch
Schwierigkeiten mit seinem Arbeitgeber bekommen hat. Zu seinem
Nachfolger wird Georg Fischer gewählt.
1911
Nach längeren kontroversen Diskussionen beteiligt sich die
SPD erstmals an der Gemeindewahl und erhält 637 Stimmen.
Dies reicht allerdings noch nicht, um einen Sitz im Stadtrat zu
bekommen.
4.5.1913
neuer Vorsitzender: Leonhard Müller (der Großvater
des Dinkelsbühler SPD-Vorsitzenden von 1994 bis 2000, Paul
Beitzer)
6.8.1914
Eintrag im Protokollbuch: "Unsere nächsten Versamml.[ungen]
werden bis auf weiteres nicht abgehalten. [...] Durch langes immer
mehr dem Volke auferlegtes Wettrüsten stehen wir vor dem
europäischen Kriege. [...] Unsere heißesten Wünsche
begleiten unsere zu den Fahnen gerufenen Volksgenossen ohn´
Unterschied der Partei. Hat es der internationale Sozialismus
diesmals noch nicht fertig gebracht, den Krieg zu verhindern,
müssen vielleicht Millionen unserer Genossen im Schlachtfelde
den Tod finden."
20.9.1914
Es findet doch noch eine Versammlung statt. Danach allerdings
verstummt das Protokollbuch bis 1920.
1919 (?)
Karl Ries wird Vorsitzender der Dinkelsbühler SPD; die SPD
zieht bei den Gemeindewahlen mit sechs Sitzen in den Stadtrat
ein: Karl Ries (Gastwirt), Hans Daurer (Pinselmacher), Georg Reiß
(Gerichtssekretär), Hans Kölbel (Gastwirt), Karl Simon
(Glasermeister), Fritz Rothmund (Spitalaufseher).
um 1920
Blütezeit nach dem Ersten Weltkrieg: Laut Protokoll der
"Generalversammlung" am 10.1.20 gibt es in Dinkelsbühl
164 SPD-Mitglieder, davon 30 Frauen (wobei der Vorsitzende unzufrieden
kommentiert, dass "im Punkt Agitation die Mitglieder ihre
Pflicht nicht voll und ganz erfüllt haben, sonst müßte
die Zahl der Mitglieder ums doppelte gestiegen sein"). Im
August 1920 sind es sogar 185 Mitglieder.
11.11.1924
Die SPD erhält bei der Gemeindewahl 484 Stimmen, was gegenüber
der vorhergehenden Wahl einen Verlust von rund 100 Stimmen bedeutet.
Damit stellt die SPD im neuen Stadtrat vier Mitglieder: Karl Ries,
Josef Völler (Korbmacher), Wilhelm Hofmann (Amtsgerichtsobersekretär),
Karl Mattausch (Maurer).
1.9.1928
Da Wilhelm Hofmann nach München versetzt wird, rückt
für ihn als erste Frau in der Geschichte der Dinkelsbühler
SPD (und vermutlich als erste Frau in Dinkelsbühl überhaupt)
die Konditorsgattin Frieda Hauber in den Stadtrat nach.
8.12.1929
Gemeindewahl: Die SPD erhält 429 Stimmen und erreicht damit
drei Stadtratsmandate: Karl Ries, Josef Völler, Karl Dannenbauer
(Haarzurichter). Für letzteren rückt später Hans
Daurer nach.
28.6.1933
Die beiden letzten noch amtierenden SPD-Stadträte Karl Ries
und Josef Völler werden von der NSDAP gezwungen, ihr Mandat
niederzulegen.
1933-45
Die SPD ist während des "Dritten Reiches" verboten.
Karl Ries versteckt die beiden Protokollbücher, die die Entwicklung
des Ortsvereins von 1908-33 fast lückenlos dokumentieren,
bei sich zu Hause und kann sie so über die Nazizeit retten.
Dass der Widerstand von SPD-Mitgliedern gegen die Nazi-Diktatur
auch nach dem Parteiverbot nicht völlig zum Erliegen kommt,
zeigen zwei Flugblätter, die Alfons Leib unter Lebensgefahr
von Nürnberg nach Dinkelsbühl brachte und dort heimlich
verteilte (Flugblatt 1 - Flugblatt
2 - Aktennotiz
im Stadtarchiv dazu).
1945
Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg: Erster Nachkriegsvorsitzender
der SPD Dinkelsbühl wird Fritz Schmidt.
Am 22.5.1945 wird Karl Ries durch die amerikanische
Militärregierung zum Bürgermeister der Stadt Dinkelsbühl
ernannt. Außerdem ist Josef Völler kommissarischer
Stadtrat für die SPD.

Bürgermeister Karl Ries
Am 30.5.1945 wird Georg Reiß Landrat des Landkreises Dinkelsbühl,
er gibt dieses Amt allerdings bereits am 22.10. wieder auf und
kehrt in den Justizdienst zurück.
22.2.1946
Kommunalwahlen: Karl Ries wird als Bürgermeister bestätigt,
die SPD stellt außerdem vier von 12 Stadträten: Friedrich
Bach, Georg Biswanger, Josef Völler und Friedrich Zinnecker.
1948
Am 28.1. wird Peter Beck zum Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands
Dinkelsbühl gewählt. Außerdem übernimmt er
von Fritz Schmidt auch den Ortsvereinsvorsitz.
Bei den Kommunalwahlen am 28.4. wird Karl Ries als Bürgermeister
bestätigt, die SPD stellt mit sieben Räten die stärkste
Fraktion im auf 16 Mitglieder vergrößerten Stadtrat:
Friedrich Bach, Peter Beck, Karl Frömel, Maximilian Klinger,
Walther Sabathil, Fritz Schmidt und Friedrich Zinnecker.
Bei den gleichzeitigen Kreistagswahlen im Landkreis Dinkelsbühl
ist die SPD die einzige Partei, die eine Frau nominiert: Ilse
Hlavka, die auch gewählt wird.
1952
Kommunalwahlen: Karl Ries unterliegt Rudolf Schmidt, die SPD
stellt nur noch zwei Stadträte: Hans Brunner und Fritz Schmidt.
1954
neuer Vorsitzender: Peter Grimm
1956
Kommunalwahlen: die SPD gewinnt zwei Mandate hinzu und stellt
vier Stadträte: Hans Brunner, Peter Grimm, Erwin Mohaupt
und Otto Staudacher.
1960
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Peter
Grimm, Erwin Mohaupt, Karl Ries jun., Otto Staudacher.
1964(?)
neuer Vorsitzender: Werner Schuster
1966
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Peter
Grimm, Erwin Mohaupt, Karl Ries, Werner Schuster.
1967
Hermann Maier wird zum Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands Dinkelsbühl
gewählt, den er bis 1972 führt.

Vorsitzender Werner Schuster (links) mit
Bundesminister Georg Leber (rechts) anlässlich eines
Besuchs im Bundesverkehrsministerium in Bonn im August 1967, bei
dem aktuelle Verkehrsprojekte für den Dinkelsbühler
Raum zur Sprache kamen (zwischen den beiden der damalige Bürgermeister
Höhenberger)
Werner Schuster wird als Bürgermeisterkandidat der SPD nominiert,
unterliegt bei der Wahl aber Ernst Schenk.
1970
Besuch von Bundeskanzler Willy Brandt
in Dinkelsbühl anlässlich des Heimattages der Siebenbürger
Sachsen an Pfingsten

Willy Brandt
in Dinkelsbühl bei der Begrüßung durch Mitglieder
der Knabenkapelle, links der damalige städtische Musikmeister
Otto Hofmann. (Wir danken Herrn Walter Schönhut,
auf dem Foto der Dritte von links, für das Bild)
1972
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Hermann
Maier, Erwin Mohaupt, Brigitte Rechenberg (als erste Frau für
die SPD nach 1945), Karl Ries.
Erstmals führt eine Frau die SPD Dinkelsbühl: Brigitte
Rechenberg.

Plakat zur Bundestagswahl 1972
1976
Brigitte Rechenberg zieht nach München, für sie wird
Ludwig Kemeth zum neuen Vorsitzenden gewählt. Werner Metterlein
rückt als Stadtrat nach.
1978
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Hermann
Maier, Werner Metterlein, Karl Ries, Erwin Mohaupt; Ludwig Kemeth
rückt später für Werner Metterlein nach.
1980
neuer Vorsitzender: Thomas Sandfuchs
1983
Zum 75-jährigen Ortsvereinsjubiläum spricht Prof. Klaus
Schönhoven, Mitglied der Historischen Kommission des Parteivorstandes.
1984
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Franz
Kohlert, Hermann Maier, Thomas Sandfuchs, Gisela Winneberger-Kratz.
1988
Ihren 80. Geburtstag feiert die SPD Dinkelsbühl mit Karl-Heinz
Hiersemann, dem Vorsitzenden des SPDBezirks Franken und Spitzenkandidaten
der Bayern-SPD für die Landtagswahl.
Erneut kandidiert Thomas Sandfuchs für den Stimmkreis Ansbach-Süd
bei der Landtagswahl.
1990
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Franz
Kohlert, Hermann Maier, Thomas Sandfuchs, Hans Unger
neuer Vorsitzender: Hans Unger.
1991
Hans Unger kandidiert für die SPD bei der Bürgermeisterwahl,
verpasst aber knapp den Einzug in die Stichwahl.
1992

Erstmals veranstaltet die SPD Dinkelsbühl einen "Politischen
Aschermittwoch" mit einem
kabarettistisch-musikalischen Programm, gestaltet vom "Dreigehirn":
Nachtwächter Thomas Sandfuchs, Bläserbub Paul Beitzer
und Marketenderin Elke Held begeistern das Publikum und sorgen
in den folgenden Jahren dafür, dass der SPD-Aschermittwoch
zu einer festen Institution wird und immer für ein volles
Haus sorgt.
1993
Die in Sütterlin-Handschrift verfassten Protokollbücher
der Jahre 1908 bis 1933 (vgl. oben: 1933-45) werden von Adolf
und Bernd Lober mit Unterstützung des Dinkelsbühler
Stadtarchivars Hermann Meyer Seite für Seite transkribiert,
anschließend gedruckt und somit für heutige Leser wieder
zugänglich gemacht.

Mit diesem Projekt beteiligt sich die SPD Dinkelsbühl am
Wettbewerb "Der lebendige Ortsverein" im Rahmen des
Bundesparteitags in Wiesbaden. Die Protokollbücher stoßen
dabei auf großes Interesse, wie zahlreiche Unterschriften
und Widmungen
prominenter Genossen zeigen. U.a. ist der letzte noch lebende
SPD-Reichstagsabgeordnete Josef
Felder sehr beeindruckt von diesem außergewöhnlichen
Dokument. In späteren Jahren beeindruckt dieses einmalige
Dokument des Ortsvereins führende Sozialdemokraten wie den
früheren Parteivorsitzenden Hans-Jochen
Vogel, auch die Friedrich-Ebert-Stiftung
äußert sich sehr anerkennend.
1994
neuer Vorsitzender: Paul Beitzer
Die bayerische SPD-Landesvorsitzende Renate Schmidt spricht in
Dinkelsbühl aus Anlass des Vereinsjubiläums des SV Segringen
Landtags- und Bezirkstagswahlen: Mit Elke Held wird ein Mitglied
des SPD-Ortsvereins Dinkelsbühl in den Bezirkstag von Mittelfranken
gewählt.
1996
Kommunalwahlen: die SPD stellt wieder vier Stadträte: Paul
Beitzer, Elke Held, Thomas Sandfuchs und Hans Unger.
1997
Besuch des damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen
(und späteren Bundespräsidenten) Johannes Rau in Dinkelsbühl
anlässlich des Heimattages der Siebenbürger Sachsen
an Pfingsten.
Bei den Wahlen zum 1. Bürgermeister der Stadt Dinkelsbühl
gelingt es einem Bündnis aus SPD, Bündnis 90/Die GRÜNEN,
Freien Wählern und Wählergruppe Land, dass der CSU-Amtsinhaber
Jürgen Walchshöfer abgewählt wird. Neuer 1. Bürgermeister
(ab 1.1.1998 Oberbürgermeister) wird Otto Sparrer. Er kann
sein Amt bei der folgenden Wahl im Jahr 2003 allerdings nicht
gegen den Herausforderer Christoph Hammer (CSU) verteidigen.
1998
Die SPD Dinkelsbühl feiert ihr 90-jähriges Bestehen.
SPD-Landesvorsitzende Renate Schmidt gratuliert.
Besuch des Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag,
Rudolf Scharping, anlässlich des Bundestagswahlkampfes in
Dinkelsbühl
Landtags- und Bezirkstagswahlen: Wiederwahl von Elke Held in
den Bezirkstag von Mittelfranken
2000
neuer Vorsitzender der SPD Dinkelsbühl: Peter Kreutz (mit
23 Jahren wohl der bisher jüngste Vorsitzende)
Antrittsbesuch des neugewählten Vorsitzenden der SPD-Fraktion
im Bayerischen Landtag, Franz Maget, in Franken. Er wählt
dazu u.a. Dinkelsbühl
Besuch des zwischenzeitlichen Bundesverteidigungsministers Rudolf
Scharping in Dinkelsbühl
2001
Die SPD Dinkelsbühl präsentiert ein umfangreiches Positionspapier
zur Erhaltung und zur Weiterentwicklung der Dinkelsbühler
Altstadt.
Mitglieder der SPD Dinkelsbühl besuchen den SPD-Bundesparteitag
in Nürnberg.
Im Konzertsaal im Spitalhof findet der erste SPD-Herbstempfang
statt.
Die SPD Dinkelsbühl geht online: Nachdem schon im Jahr 2000
mit der Einrichtung einer E-Mail-Liste das Internetzeitalter im
Ortsverein begonnen hat, präsentiert sich der OV jetzt auch
mit einer eigenen Homepage im Netz, die schnell umfangreiche Ausmaße
annimmt und von Peter Kreutz kompetent und zuverlässig betreut
wird, bis Mitte 2007 Bernd Lober diese Aufgabe übernimmt.
2002
Der "Politische Aschermittwoch"
mit dem "Dreigehirn" feiert sein zehnjähriges Jubiläum.
Nach anfänglichen Auftritten im "Wilden Mann" und
im "Goldenen Lamm" hat man nun seit Jahren im "Dinkelsbühler
Hof" eine feste Heimat gefunden. Jahr für Jahr füllen
über 100 Besucher den Saal bis auf den letzten Platz. Als
Nachtwächter hat Peter Kreutz inzwischen Thomas Sandfuchs
abgelöst, ab 2004 übernimmt Angelika Cichon die Rolle
der Marketenderin.
Bei den Kommunalwahlen werden die vier Dinkelsbühler SPD-Stadträte
bestätigt: Paul Beitzer, Elke Held-Bartsch, Thomas Sandfuchs
und Hans Unger. Zusätzlich zu den wiedergewählten Kreisräten
Elke Held-Bartsch (die - wenn auch vergeblich - als Landratskandidatin
antritt) und Thomas Sandfuchs wird Ulrike Fees neu in den Kreistag
gewählt.
Franz Maget, SPD-Fraktionsvorsitzender
im Bayerischen Landtag, kommt erneut nach Dinkelsbühl. Diesmal
zur Kinderzeche.
Das SPD-Sommerfest wird
als "Italienische Nacht" im Hof des Alten Rathauses
wieder ins Leben gerufen.

2003
Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Ulrich
Maly, besucht Dinkelsbühl und diskutiert mit der SPD
Dinkelsbühl über die Krise der kommunalen Haushalte.
Wolfgang Hoderlein, Landesvorsitzender
der BayernSPD, kommt zur Kinderzeche
nach Dinkelsbühl.
Der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl zum Bayerischen Landtag
Franz Maget macht auf seiner Bayern-Tour Station in Dinkelsbühl
und informiert sich u.a. über die innovative Technik des
neuen Holzhackschnitzelheizkraftwerkes.
2004
Bernd Lober wird zum neuen Vorsitzenden
der SPD Dinkelsbühl gewählt.
Der neue BayernSPD-Chef Ludwig
Stiegler kommt nach Dinkelsbühl zu einem Wirtschaftsgespräch
mit Schwerpunkt Tourismus im Rahmen des Europawahlkampfs.
Der SPD-Ehrenvorsitzende Hans-Jochen Vogel spricht auf dem Herbstempfang
der SPD Dinkelsbühl anlässlich der 50-jährigen
SPD-Mitgliedschaft unseres verdienten Genossen Hermann Maier.

2005
SPD-Stadt- und Kreisrat Thomas Sandfuchs wird zum 2. Bürgermeister
der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl gewählt.
2006
Bayerns SPD-Chef Ludwig Stiegler kommt wieder nach Dinkelsbühl,
diesmal allerdings auf Einladung der örtlichen CSU(!) zu
deren Neujahrsempfang. Schon im Vorfeld bringt er bzw. der ihn
einladende CSU-OB Christoph Hammer damit die lokalen CSU-Größen
in gehörige Wallung, die bis hin zur Organisation eines "Gegenempfangs"
in Feuchtwangen mit CSU-General Söder führt. Über
die zumindest aus SPD-Sicht sehr erfreuliche Veranstaltung im
vollbesetzten Schrannenfestsaal berichtet u.a. der Spiegel.
Erstmals hält der Ortsverein eine zweitägige Klausurtagung:
In Pappenheim arbeitet man intensiv an den in den nächsten
beiden Jahren anstehenden Projekten (insbesondere Kommunalwahl
und 100-Jahr-Feier, beide 2008).
2007
Ein Antrag aus der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins, initiiert
von Peter Cichon, wird umgehend verwirklicht: Auf Antrag der SPD-Fraktion
beschließt der Dinkelsbühler Stadtrat ein Rauchverbot
in allen städtischen Gebäuden.
Mit der LKW-Zählaktion "Die
24 Stunden von Dinkelsbühl" macht der Ortsverein
bereits zum wiederholten Male auf das seit Einführung der
LKW-Maut 2005 bestehende massive Problem der LKW-Mautflucht auf
der Bundesstraße 25 aufmerksam.

Die inzwischen schon traditionelle "Italienische
Nacht" der SPD Dinkelsbühl muss umziehen: Wegen
der Umbauarbeiten im Alten Rathaus, wo das neue historische Museum
der Stadt entsteht, findet das OV-Sommerfest erstmals
im Spitalhof statt - und wird trotz unsicheren Wetters mit
zeitweise leichtem Regen ein größerer Erfolg als je
zuvor. Daher fällt die Entscheidung leicht, das Fest auf
Dauer im Spitalhof zu feiern.

Am 29. August hat der SPD-Ortsverein die Ehre, seinen früheren
Bundesvorsitzenden Hans-Jochen
Vogel und den ehemaligen Bundesminister Erhard
Eppler zu einem privaten Besuch
in Dinkelsbühl willkommen zu heißen.

2008
Die SPD Dinkelsbühl feiert ihren hundertsten
Geburtstag. Dieses außergewöhnliche Jubiläum begeht
der Ortsverein mit einer Festveranstaltung
in der Schranne am Freitag, den 15. Februar, zusammen mit zahlreichen
Gästen aus Dinkelsbühl und der näheren und weiteren
Umgebung, allen voran Bundesminister a.D. Dr. Erhard
Eppler, der mit einer beeindruckenden Rede die Zuhörer
in seinen Bann zieht.

Keine zwei Wochen später stattet mit Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel ein weiterer SPD-Spitzenpolitiker
Dinkelsbühl einen Besuch ab und zeigt sich dabei beeindruckt
von der neuen Klärschlammverwertungsanlage im Industriegebiet
Waldeck.

Bei den Kommunalwahlen am 2. März erzielt die
SPD Dinkelsbühl wahrhaft historische Erfolge: Erstmals seit
60 Jahren werden bei einer Stadtratswahl wieder mehr als vier
Sitze errungen, damit ist die SPD Dinkelsbühl zweitstärkste
Kraft im neuen Stadtrat. Paul Beitzer, Elke Held-Bartsch und Thomas
Sandfuchs werden wiedergewählt, Dr. Klaus Zwicker und Ulrike
Fees ziehen neu in den Stadtrat ein (Gesamtergebnis
- SPD-Ergebnis).
Außerdem kommen ab Mai 2008 vier SPD-Kreisräte aus
Dinkelsbühl: Die wiedergewählten Elke Held-Bartsch,
Ulrike Fees, Thomas Sandfuchs und, sensationell von Listenplatz
31 aus nach vorn gewählt, Paul Beitzer. Dieses Ergebnis dürfte
weit und breit seinesgleichen suchen (Gesamtergebnis
- SPD-Ergebnis - Gesamtergebnis
Dinkelsbühl - SPD-Ergebnis
Dinkelsbühl).
2009
Ludwig Stiegler kommt als scheidender stellvertretender
Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion im Rahmen des Bundestagswahlkampfs
nochmals nach Dinkelsbühl und spricht vor der Schranne.
2010
Nach 17 Jahren ununterbrochener Auftritte am Aschermittwoch
geht das "Dreigehirn" in den "politischen Ruhestand".
Damit endet eine bemerkenswerte Ära der Dinkelsbühler
SPD-Geschichte.
2011
Thomas Sandfuchs, amtierender
2. Bürgermeister, Stadt- und Kreisrat, stirbt am 6. Mai nach
längerer, zuletzt sehr schwerer Krankheit im Alter von 62
Jahren. Mit ihm verliert die SPD Dinkelsbühl eine Persönlichkeit,
die die letzten drei Jahrzehnte in Dinkelsbühl und im Landkreis
Ansbach entscheidend mitgeprägt hat.
Als Nachfolger von Thomas Sandfuchs wird am 29.
Juni Paul Beitzer zum 2. Bürgermeister gewählt. In den
Stadtrat rückt Bernd Lober nach.
Die SPD-Ortsvereine Dinkelsbühl und Mönchsroth-Wilburgstetten-Weiltingen
schließen sich zum SPD-Ortsverein
Dinkelsbühl und Umgebung zusammen.
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