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"Die 24 Stunden von Dinkelsbühl"
   
 

Nachdem die SPD Dinkelsbühl bereits 2006 zwei LKW-Zählungen von 6-22 Uhr durchgeführt hatte, wurde am 25. und 26.7.07 erstmals rund um die Uhr erfasst, wie viel Schwerverkehr auf der als "Rollbahn der Mautverweigerer" bekannten B 25 durch unsere Stadt fließt. Die Ergebnisse sind ebenso beeindruckend wie erschreckend: 2130 LKWs in 24 Stunden, davon nur ein gutes Drittel aus dem regionalen Bereich, über 400 Schwerlaster in den besonders "lärmempfindlichen" Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr - das spricht eine deutliche Sprache. Eine Sperrung der B25 für den mautpflichtigen LKW-Durchgangsverkehr ist daher nach wie vor die dringliche Forderung an die bayerische Staatsregierung, die allein dazu befugt wäre. Im Folgenden einige Fotos von der Aktion:

   
 

Wer anders als OV-Schriftführer Franz Pörzgen (links) wäre prädestiniert, den kompetenten Auftakt zu machen? Er und Helmut Stör hatten ab 12 Uhr sofort viel zu tun: Die Mittagszeit brachte gleich absolute Spitzenwerte im LKW-Verkehr (vgl. zu den einzelnen Stundenwerten auch die Ergebnisübersicht).

   
 

Es folgte die "Lober-Schicht": Juso Fabian, Opa Adi - und Dominik überwacht das Ganze, damit keine Fehler vorkommen.

   
  Nach Bernd Lober und dem aus Neu-Ulm zugezogenen Neuzugang Dirk Giebel (leider liegt hier kein Foto vor) übernahm ab 18 Uhr...
   
 

...OV-Kassierin Marlene Schellong, hier assistiert von Kreisrätin Ulrike Fees.

   
  Dass die Dinkelsbühler gern feiern, sieht man nicht nur alljährlich an der Kinderzeche. Auch der SPD-Ortsverein verband das Nützliche mit dem Angenehmen: Gegenüber der Zählstelle wurde auf der Schwedenwiese abends zünftig gegrillt.
   
 

Von rechts: Gerda Lober, Hermann Rühl, Ulrike Fees, Norbert Klein (Schwager der früheren OV-Vorsitzenden Gitti Rechenberg, er zählte dann nachts mit Peter Cichon), Adolf Lober und ein weiterer Gast, der ebenfalls die Gelegenheit nutzte, kurz nach der Kinderzeche die Festatmosphäre im kleinen, aber feinen Rahmen wieder aufleben zu lassen.

   
  Währenddessen wurde natürlich ununterbrochen weitergezählt:
   
 

Immer noch hält Marlene Schellong die Stellung, aber mit Hilfe von Dominik und Felix Lober packt sie das locker.

   
  Es folgten Koni Chytiris und Armin Beißer...
   
 

...ebenfalls mit jugendlicher Unterstützung.

   
  Auch einige Stadträte ließen es sich nicht nehmen, nach Abschluss ihrer Sitzung dem Grillfest einen Besuch abzustatten, angeführt von Bürgermeisterin Hildegard Beck, die bei hereinbrechender Dunkelheit noch bei den Zählern vorbeischaute:
   
 
   
  Ab 22 Uhr betrat der Ortsverein Neuland: Hatte man 2006 zu Zeiten des Nachtfahrverbots um diese Zeit die Zählstelle aufgelöst, galt es nun, die Nacht durchzumachen.
   
 

Im Bild die erste Nachtschicht mit Klaus Zwicker und Markus Hiller, Geli und Peter Cichon schauen sich die Sache schon einmal an.

   
 

Bezirks-, Kreis- und Stadträtin Elke Held-Bartsch kümmerte sich um das leibliche Wohl der Akteure. Mit süßem "Doping" aus ihrem Café am Münster gegen nächtliche Schlafanfälle und am Morgen dann mit frischen Butterbrezen trug auch sie trotz beruflichem Stress zum Erfolg der Aktion bei.

   
  Aber die Nacht ist noch lange nicht vorbei... Nach Norbert Klein und Peter Cichon übernahm ab ein Uhr Ulrike Fees mit ihrem gerade von einem abendlichen Konzertauftritt herbeigeeilten Ehemann Friedemann Emmert, der die auch nachts kaum unterbrochene LKW-Karawane registriert:
   
 

Bei kühlen Temperaturen waren nun auch Thermoskannen, warme Jacken und Decken gefragt.

   
  In the middle of the night...
   
 

Von drei bis fünf Uhr harrten OV-Vorsitzender Bernd Lober...

   
 

...und Stadtratsfraktionsvorsitzender Paul Beitzer aus und ließen sich keinen Schwerlaster entgehen: Durchschnittlich 55 LKWs pro Stunde wurden von 22-6 Uhr regstriert. Aber selbst zu solch "unchristlichen" Zeiten fehlte es nicht an moralischer Unterstützung: Gegen halb fünf schaute Altbürgermeister Walchshöfer vorbei, der gerade seine Frau zum Start einer VHS-Reise ins Baltikum gebracht hatte, und versicherte der SPD seine Unterstützung für die Aktion und die berechtigten Forderungen.

   
  Zwei Frühaufsteher in der Morgendämmerung:
   
 

Konstantin Chytiris und 2. Bürgermeister Thomas Sandfuchs zählten ab fünf Uhr, Letzteren löste wieder Dirk Giebel ab (leider auch hier ohne Foto), den dann wiederum Hermann Rühl unterstützte.

   
 

Auch am frühen Morgen rollt der Verkehr unvermindert weiter...

   
 

...hier erfasst von Hermann Rühl und Matthias Albrecht, der sich am Nachmittag vorher spontan "beworben" hatte, als Nicht-SPD-Mitglied eine Zwei-Stunden-Schicht zu übernehmen.

Bis 10 Uhr blieb er mit Marlene Schellong "am Ball" bzw. an den Schwerlastern, die schon längst wieder in stündlich dreistelliger Zahl über die Luitpoldstraße donnerten. Franz Pörzgen und Helmut Stör beschlossen dann von 10 bis 12 Uhr die "24 Stunden von Dinkelsbühl".

Fazit: Wie schon bei den beiden Zählungen im letzten Jahr erhielt die SPD Dinkelsbühl viel Unterstützung und Zuspruch aus der Bevölkerung für ihre Aktion, die erneut auf ein nur allzu berechtigtes Anliegen hinweist und eindrucksvoll belegt, wie groß die Belastung der Bevölkerung durch den Schwerlastverkehr nach wie vor ist. Auch das Medieninteresse war größer denn je: Neben der gewohnt kompetenten und umfassenden Berichterstattung der FLZ-Landkreisredaktion wurde die Aktion der SPD Dinkelsbühl auch wieder von der Ipf- und Jagstzeitung sowie den Radiostationen Antenne Bayern, Radio 8 und Radio 7 aufgegriffen.

Nun jedoch wäre es (wieder einmal) Sache der Staatsregierung und der CSU, gemäß ihrer vom Bundesgesetzgeber und vom Wähler gegebenen Kompetenz und Machtfülle zu handeln, anstatt sich zu Erfüllungsgehilfen der LKW-Lobby zu machen. Dass sich vor Ort entlang der betroffenen Bundesstraße Vertreter aller Parteien in ihrem gemeinsamen Kampf für ein ganztägiges LKW-Fahrverbot auf der B25 und weitere Maßnahmen einig sind, ist eine Sache. Dass sich jedoch die CSU-Staatsregierung mit dem fadenscheinigen Hinweis auf das endlose Gerichtsverfahren um das 2006 kurzzeitig bestehende Nachtfahverbot vor ihrer Verantwortung drückt, ist die andere Tatsache.

Die SPD in Dinkelsbühl jedenfalls wird am Thema Mautflucht dranbleiben und kann sich hier auch der uneingeschränkten Unterstützung ihrer Abgeordneten in München sicher sein. Man kann die bayerischen Wähler nur auffordern, bei den Wahlen 2008 durch ihre Stimmabgabe dafür zu sorgen, dass es endlich auch in Bayern neue Mehrheiten für eine bessere Politik geben wird!

   
  Die Ergebnisse im Einzelnen
  Presseschau
  Überblick über die Aktivitäten der SPD Dinkelsbühl in Sachen Mautflucht seit Anfang 2005
     
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